↑ Zurück zu Die Schule

Geschichte der Schule

August Ludwig Schlözer

Wieso heißt unsere Schule „August – Ludwig – Schlözer – Schule“ ?

Deine Schule hat einen Namen, von dem die meisten nicht einmal wissen, wer dieser Mann überhaupt war und warum die Schule so heißt.  Da die Schule  „August – Ludwig – Schlözer – Schule“  heißt, ist es auch wichtig zu wissen, wieso denn überhaupt.

Sie wurde nach dem berühmtesten Menschen aus Hohenlohe benannt und auch deshalb, weil seine Tochter  (Dorothea Schlözer) die erste Frau war, die studieren durfte.

August  Ludwig  Schlözer war ein Historiker und Wissenschaftler, der am 5. Juli 1735 in Gaggstatt in einem Pfarrhaus geboren wurde. Da er bei seinem Opa „Johann Joseph Haigold“ aufwuchs und dieser ein Pfarrer war, sollte er ihm nachfolgen. August wusste aber schon von klein auf, dass er die Welt erkunden und kein Pfarrer werden wollte. Er kam 1740 auf die Lateinschule und besuchte diese bis 1745.

Nach seiner Schulzeit in Langenburg kam er nach Wertheim und besuchte dort das Gymnasium für Pfarrer und studierte 1751 Theologie in Wertheim.

Nachdem er sein Studium 1754 vollendet hatte, beschloss er im Jahre 1755 nach Schweden zu gehen und dort als Hauslehrer zu arbeiten. Er lernte sehr schnell die schwedische Sprache. Nach seinem Beruf als Hauslehrer in Schweden ging er 1761 nach Russland. In Russland war er der Gehilfe eines russischen Reichshistorikers. Wie auch die schwedische Sprache lernte er die russische Sprache sehr schnell und bekam außerdem auch den Adelsstand verliehen. Er begann in Russland über die russische Geschichte zuschreiben und beendete sie im Jahr 1766 in Hohenlohe.

Als er sich wieder in seinem alten Umfeld befand, beschloss er 1770 nach Göttingen zu gehen und dort Naturwissenschaften zu studieren. Zur gleichen Zeit wurde auch seine Tochter Dorothea geboren. Als er mit seinem Studium fertig war, wurde er Lehrer an der Jungmodernen Hochschule in Göttingen. Hier unterrichtete er Universalgeschichte, Politik und Staatengeschichte. 1774 reiste er das letzte Mal mit seiner Familie in seine alte Heimat nach Hohenlohe. Auf dieser Reise versuchte er seiner Tochter lesen und schreiben beizubringen, denn er wollte das weibliche Geschlecht fördern, um zu beweisen, dass Frauen auch zu höherer Bildung fähig sind. Dorothea lernte nicht nur lesen und schreiben, sondern studierte später.

Schließlich starb er am 9.9.1809 in Göttingen.

 

Zitat: „Es gibt eine Kunst Zeitung zu lesen, die wie andere Künste erst gelernt werden muss.“