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An der August-Ludwig-Schlözer-Schule in Kirchberg geht eine Ära zu Ende. Josef Eder wurde nach 18 Jahren Tätigkeit als Hausmeister in den Ruhestand versetzt. Auch seine Frau, Rosina Eder, beendet ihre berufliche Tätigkeit an der Schule. Stets stand sie ihrem Mann helfend zur Seite.
Bereits am Freitag, den 29.11.19 wurde der Hausmeister im Rahmen der großen Pause mit einem Überraschungsprogramm von den Schülerinnen und Schülern der Schule herzlich verabschiedet. Die SMV unter Leitung von Frau Jäger und Frau Eckert hatte in den vergangenen Wochen ein buntes Überraschungsprogramm für ihn geplant. Der Schülerchor der Klassen 3, 4 und 5 untermalte das Programm mit tollen Liedern. Frau Rurik, die Chorleiterin, schrieb die Texte so um, dass sie genau auf Herrn Eder passten. Zum Schluss der Verabschiedung erklang noch einmal der wohlvertraute Ruf: „Guten Morgen, meine lieben Kinder!“ und es gab ein Bonbon für alle. Beides war sozusagen sein Markenzeichen.
Am Samtag, den 30.11.19 fand dann die offizielle Verabschiedung durch die Stadt Kirchberg und die August-Ludwig-Schlözer-Schule statt. Vertreter der Stadt, zahlreiche ehemalige Lehrerinnen und Lehrer und das aktuelle Kollegium sowie weitere geladene Gäste feierten gemeinsam in der Aula.
Der ehemalige KollegeHannsjörg Scharr sorgte mit seinem Chor (Hausmeister Eders Chorbolde) für die passende musikalische Begleitung. Sämtliche Musikstücke waren inhaltlich genau auf Herrn Eder und seine Frau zugeschnitten und sorgten für manchen Lacher sowie zustimmendes Kopfnicken.
In der Rede des Bürgermeisters der Stadt Kirchberg, Herrn Ohr, erfuhren die Gäste interessante Eckpunkte aus dem Lebenslauf von Josef Eder. Neben seiner Berufsausbildung als Maschinenschlosser legte er auch das Abitur ab. Unser Hausmeister war also nicht nur fleißig, sondern auch blitzgescheit. Seine vorbildliche Arbeitseinstellung, das eigenständige Lösen von kleineren und größeren Problem rund um seine vielfältige Tätigkeit an der Schule und seine Pünktlichkeit waren und sind allen ein Vorbild. Frau Bantzhaff und Herr Ohr überreichten die Geschenke der Stadt; unter anderem einen Reisegutschein. Auch der Schulleiter, Herr Brachmann, fand nur lobende und anerkennende
Wort für den Hausmeister. Er bezeichnete ihn treffend als den guten Geist der Schule. Im Anschluss folgten Grußworte des Fördervereins, vertreten durch Frau Kantel. Sie überreichte symbolisch Brot und Salz als Zeichen eines Neuanfanges. Frau Klenk vom Elternbeirat bedankte sich ebenfalls beim Ehepaar Eder und übergab ein Geschenk. Das Kollegium bedachte beide mit einer Schachtel voller selbstgestalteter Erinnerungsseiten sowie einem weiteren Reisegutschein.
Zum Ende des offiziellen Teils der Feier sprach Herr Eder zu den Gästen. Er bedankte sich bei seiner Frau für ihre unermüdliche Unterstützung und ließ seine Tätigkeit an der Schule Revue passieren. Er ginge nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Seinen beiden Nachfolgern, Herrn Lang und Herrn Schick, wünschte er einen gelungenen Start und gute Nerven. Sein Schlusswort zeigte einmal mehr sein unbeschreibliches Engagement: Zu Beginn seiner Arbeit an der Schule habe er noch kein Hobby gehabt. Deshalb habe er einfach beschlossen, seinen Beruf zum Hobby zu machen.
Und dies haben wir an der Schule täglich gespürt. Herr Eder hat seine Arbeit nicht nur als einen Beruf gesehen, es war eine Berufung!
Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde angestoßen und sich an einem wunderbaren Buffet bedient.
Wir wünschen ihm und seiner Frau einen gesegneten Ruhestand bei bester Gesundheit. Heute ziehen wir den Hut vor ihm – er hatte das sonst gerne zur morgendlichen Begrüßung mit seiner Mütze getan – und danken beiden für die vergangenen 18 Jahre.